Allgemein

"Ruht ein wenig aus"

Freitag, 29 Juli 2022

Endlich Sommerferien! Um etwas Sinniges dazu zu sagen, leihe ich mir bei Wilhelm Busch Folgendes: „Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele, Freunde, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist’s! Reise, reise!“

Bei jungen Leuten rennt Busch offene Türen ein denn sie sind gerne und ausgiebig unterwegs. Allerdings trübt bei der Friday-for-future-Generation ein Problem die Reiselust: Ob nämlich das Reisen ökologisch überhaupt noch verantwortbar sei. Klar: Es müssen nicht gleich das Flugzeug und fremde Länder sein, um die genannten ‚Lebensziele‘ zu erreichen; mit Freunden kann man auch daheim etwas unternehmen, schöne Natur gibt es auch bei uns. Doch hinsichtlich der Kultur gibt die Weisheit des Kirchenvaters Augustinus zu denken: „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon“. Für seine Italienreise bekannte Goethe meint ebenfalls: „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“.

Apostel Paulus war in Sachen Evangelium ständig auf Reisen, dessen Verkündigung lag ihm schwer am Herzen: „Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!“ (1 Kor 9,16). Jesus kannte zwar auch keine Ferien und keinen Urlaub, war aber entspannter: "Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus“, rät er seinen gestressten Jüngern (Mk 6,31). Ebenso entspannend ist sein Wink: „Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. […] Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.“ (Mt 6). Mit diesem jesuanischen, inneren Befreiungsschlag, den man nicht nur in der Freizeit beherzigen sollte, wünsche ich euch im Namen der ganzen KHG schöne Ferien! „Beach more. Worry less“.

Bis zum Herbst! P. J. Gregur

Bitten, Suchen, Klopfen – eine Anfrage

Freitag, 22 Juli 2022

Bitten, Suchen, Klopfen – eine Anfrage

Lieber Jesus, du sagst diesen Sonntag wieder mal: „Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet“ (Lk 11,9). Man ist dankbar für dieses Wort, orientiert sich daran und betet. Millionenfach steigen die Seufzer der Menschen zum Himmel, Jahrhunderte schon, einzeln und gemeinsam. Aber tut sich was? Gewiss gibt es Zeugnisse der Erhörung: Rettung und Genesung da, innerer Friede und Trost dort. Aber was ist mit der unermesslichen Zahl der vorzeitig durch Krankheit Niedergerafften, aus der Heimat Zerbombten, von Katastrophen Heimgesuchten, von Verzweiflung Niedergedrückten? Haben sie, wenn gläubig, nicht inständig gebetet, händeringend gesucht und verzweifelt geklopft? Betest nicht auch du im Getsemani, dass der Kelch des Leidens an dir vorübergeht? Aber auch du hauchst am Kreuz dein junges Leben entsetzlich leidend aus. Und was soll unsereiner erwarten, wenn du selbst schon sagst dem Jünger werde es nicht anders ergehen als dem Meister? Ist das Christentum am Ende doch eine Kreuzesreligion, die das Leiden eher rechtfertigen als beseitigen kann? Haben jene recht, die deine Ermutigung, zu bitten, zu suchen und zu klopfen, als Opium des Volkes hinstellen?

Oder liegt ein Denkfehler vor? Muss man, wie du, durchs Leiden ‚Gehorsam‘, das Von-sich-selbst-absehen lernen: „Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen“ (Lk 22,42)? Ist mein Glaubenshorizont zu eng, das Gebet in sich selbst gefangen, wenn ich Irdisches nur davon erwarte? Blende ich die Perspektive Gottes aus, die geheimnisvollerweise der Auferstehung das Kreuz und Grab vorangestellt hat?

Oder meinst du es vielleicht doch wörtlich? Dass wir kindlich vertrauen und nicht mit dem Bitten auf halbem Weg stehenbleiben, meinend du wüsstest ja ohnehin um unsere Not, wir müssten sie dir nicht aufdringlich hinhalten; mit dir handeln, wie Abraham in der Lesung (Gen 18)? Oder denkend, dass das Bild vom schlafenden Freund, der erst aufs Insistieren hin reagiert, zum allgütigen Gott gar nicht passt? Sollten wir es also mit den Alten halten, die gegen alle Hoffnung geglaubt haben und – vielleicht anders als gedacht – Erhörung fanden? Oder doch eher mit Paulus, dessen Bitten, Suchen und Klopfen mit „Meine Gnade genügt dir!“ beantwortet wird?

Fragen über Fragen. Du wirst sie entschuldigen, denn unsere leidvollen Erfahrungen puschen sie vor das Forum des Verstandes. Dieser freilich wird nie an ein Ende kommen. Vielleicht sollte ich deshalb das Grübeln lassen und mit dem heiligen Augustinus schlicht bekennen: ‚Unruhig ist unser Herz, bis es einmal ruht in dir‘. In dir, dem Getöteten und doch Lebenden, in dir, dem mit uns Bittenden und Auferweckt-Erhörten.

P. J. Gregur

(Mit guten Wünschen für die Prüfungen – die zwar ‚Todesängste‘ auslösen können, abgelegt aber wie Auferstehung anmuten!)

Vergessene Landschaft

Freitag, 15 Juli 2022

Vergessene Landschaft

Letzten Dienstag feierte die KHG den Gottesdienst im Freien, am Kuhsee bei Augsburg, in einer schönen Naturlandschaft. Daran inspirierten sich meine Predigtgedanken: Dass wir nämlich über die geographisch schöne Umgebung hinaus auch stets in geistig-kulturellen, emotionalen und spirituellen Landschaften leben. Sie haben wir uns nicht ausgesucht, wurden vielmehr in sie hineingestellt.

Auch Jesus wurde ähnlich in menschliche ‚Landschaften‘ hineingeboren: in die Landschaft der hellenistischen Philosophie (Platonismus, Stoizismus, Epikureismus), die Landschaft des römischen Reiches, in die religiöse Landschaft des Alten Testaments, und last but not least in die malerische Landschaft um das ‚galiläische Meer‘, den See Genezareth.

Welche dieser Landschaften war ihm die wichtigste? Das Römische Reich interessierte ihn wenig: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!“ (Mt 22,21). Die philosophische Landschaft seiner Zeit? Er spekulierte nicht über Gott und die Welt, er erzählte vom Reich Gottes in Gleichnissen. Und die religiöse Landschaft der Schriftgelehrten und Pharisäer ließ er zwar nicht links liegen, korrigierte sie aber. Weil er wusste, dass Gott sich darin nur niederlässt, wenn es eine Landschaft ist, wo die Sonne der Liebe wärmt, das Grün der Hoffnung atmet, der Tau des Trostes und das lebendige Wasser des Glaubens den Transzendenzdurst der Menschen stillt.

In den Lesungen dieses Tages wurden Warnungen ausgesprochen: Bei Jesaja hieß es: „Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht“ (Jes 7,9). Im Evangelium sprach Jesus die Wehrufe über die Städte am See Genezareth aus (Kafarnaum, Chorazin, Betsaida), die sich auf seine Predigt hin nicht bekehren wollten. Jesus ganzes Wirken spielte sich ja in deren Umgebung, er liebte seine Heimat Galiläa. Aber, wie gesagt, ihm war die wahre Heimat des Menschen das Wichtigste, er sprach von der Bedeutung des Gottesbezugs für unser Dasein. Und musste feststellen, dass das eine vergessene Landschaft war und ist. Er vermisst bei den Städten damals – und wohl auch heute – die Landschaft des Glaubens.

Es lohnt sich über diese oft vergessene Landschaft nachzudenken: Denn ist eine Überlebensoase in den Wüsten der bloßen Politik und Diplomatie, des Geld- und Machtstrebens. Ohne die Sonne der Liebe, das Grün der Hoffnung und das Wasser des ewigen Lebens geht es nicht. Alles Voraussetzungen von denen wir leben, sie aber selbst nicht herstellen können.

Gehalten am 12. Jul. 2022 um 19.15 Uhr

J. Gregur

Nächster

Freitag, 08 Juli 2022

Nächster

Über dem kommenden Sonntag steht die große Frage: Wer ist mein Nächster?

Jesus beantwortet sie nicht theoretisch, sondern praktisch, mit einer Geschichte: Zwei Kleriker gehen an einem unter die Räuber Gefallenen achtlos vorbei. Sonst wahrscheinlich gute Theoretiker der Nächstenliebe, aber in diesem konkreten Fall geht für sie der Gottesdienst dem Menschendienst vor.

Christliche Nächstenliebe ist aber Gottesdienst – wenn ich im Nächsten Jesus erblicke. Dann gibt es nichts Wichtigeres auf der Welt als diesen einen Menschen. Die Heiligen der Nächstenliebe wussten das, z. B. Mutter Teresa von Kalkutta. Sie konnte in den Slams für die Letzen der Letzen da sein, sie von der Straße aufsammeln, pflegen, und in den Tod begleiten; das Wort Jesu gab ihr Kraft: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Sie schreibt: „Er machte sich selbst zum Hungrigen, Nackten und Heimatlosen, hungrig nicht nur nach Brot, sondern nach Liebe, nackt nicht nur ohne ein Stück Stoff, sondern nackt ohne menschliche Würde; heimatlos, nicht nur, weil er kein Heim hat, sondern heimatlos, weil er vergessen ist, ungeliebt, nicht umsorgt, für niemanden liebenswert.“

Die Achtsamkeit für den aktuellen Augenblick, die wir von der Psychohygiene her kennen, gilt auch als Antwort, wer mein Nächster ist: Der oder die, mit dem ich es gerade zu tun habe. – Wem schenke ich heute und in dieser Woche meine Aufmerksamkeit?

Gesegnete Woche!

J. Gregur

Dachschaden

Freitag, 01 Juli 2022

Dachschaden

In einem Workshop neulich regte sich jemand über die Formulierung, die die Katholiken vor der Kommunion sprechen: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“ So könne man doch nicht sprechen, das verstehe kein Mensch mehr, eine modernere Formulierung müsse her!

Jetzt ist es aber so, dass das ein Zitat aus dem Evangelium ist, eine Bitte des Hauptmanns von Kafarnaum an Jesus, dass sein Diener gesundwerden möge (Mt 8,8). Der Soldat hatte offenbar einerseits das starke Gefühl, dass die Heiligkeit dieses Jesus gar nicht in sein Haus bzw. unter sein Dach passt. Andererseits klammerte er seine Hoffnung ebenso stark an die Fernwirkung seiner Heilskraft.

„Unter mein Dach“ ist also keine linkisch erfundene Formulierung, sondern ein Zitat aus der Bibel. Davon sind in der Liturgie unzählige. Wenn wir uns die Worte und Gebete, zu eigen machen, mit denen unsere Vorfahren mit Gott kommunizierten, machen wir uns ihre Glaubenshaltung zu eigen, fühlen uns mit ihnen verbunden und damit auch Jesus näher. Auch das Vaterunser ist nicht in allem hundertprozentig verständlich; aber ist ein Gebet Jesu. Das genügt uns. Oder ist es mit dem Satz aus dem Evangelium des kommenden Sonntags viel anders: „Siehe, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten“ (Lk 10,19)?

Was aber das Bild vom Dach betrifft, so habe ich damit keine Probleme. Vor allem in seiner allegorischen Absicht. Das Dach bzw. das Haus ist nicht nur ein Gebäude, das wahrscheinlich bei Einem in guter Stellung ansehnlich gewesen sein wird. Das Dach ist hier und bei der Kommunion das Bild für den darunterliegenden seelischen Haushalt, wo nicht nur alles ‚wasserdicht‘ ist; gerade wegen so manch unserer Dachschäden in Glaube, Sitte und Moral, mit denen man sich vor Jesus schämt. Schön, dass er sich nicht zu schade ist, trotzdem darunter einzukehren!

Schönes Wochenende!

P. Gregur

Kitsch und Liebe

Freitag, 24 Juni 2022

Kitsch und Liebe

Heute ist das Herz-Jesu-Fest und jeden ersten Freitag im Monat die Erinnerung daran. Bildlich oft dargestellt als mit Dornen umwundenes Herz auf der Brust Jesu, wovon Gnadenstrahlen in alle Richtungen ausgehen. In letzter Zeit wurde ein ähnliches Herz-Jesu-Bild aus der Privatoffenbarung der polnischen Ordensschwester Faustina Kowalska weltbekannt.

Hierzulande ist man gerne kritisch gegenüber solchem (religiösen) Kitsch. Aber den stellen auch wir uns gerne hin in Form von Gartenzwergen und allerlei sonstigem bunten Zeug. Von den süßtriefenden Schlagern, die viele (heimlich) gerne hören, und dem heimeligen Weihnachtsbaum nicht zu sprechen. Während die Kritiker für den Kitsch wegen seiner angeblichen Inhaltsleere nichts als Ablehnung übrighaben, beobachte ich, nicht nur in meiner südlichen Heimat, dass gläubige Menschen vor einer süßlichen Lourdesmadonna eher ihr Herz ausschütten als vor einem Caravaggio-Kunstwerk. Vermutlich, weil sie mehr Liebes- und Herzenswärme ausstrahlt.

Um diese geht es aber bei den Herz-Jesu-Darstellungen. Sie mögen auf den ersten Blick eine heile Welt evozieren, so wie jede erste Liebe mit kitschigem ‚Herzelein, Spatzilein‘ beginnt. In einem zweiten Schritt verliert die Liebe aber alles Kitschige, mutiert vom Gefühl zum Liebe-Wollen und verjüngt sich zur herben Hingabe: Wie die Liebe Jesu am Kreuz. Ein Gottesloblied (GL 799) besingt das so:

Du König auf dem Kreuzesthron, Herr Jesus Christus, Gottes Sohn: dein Herz, verwundet und betrübt, hat uns bis in den Tod geliebt.

Die dich verworfen und verhöhnt, hast du geheiligt und versöhnt; im Tod hast du, o Schmerzensmann, dein göttlich Herz uns aufgetan.

Schönes, gesegnetes Wochenende!

P. J. Gregur

Imagefrage

Freitag, 17 Juni 2022

Imagefrage

Jeder und jede möchte gut dastehen. Deshalb steht man morgens vor dem Spiegel, richtet die Frisur zurecht und trägt vielleicht ein Makeup auf. Während aber andere auf diese Fassade reinfallen können, wissen wir, was sich dahinter versteckt. Und fragen uns: Wer bin ich eigentlich? Wer und wie möchte ich sein?

Selbst Jesus ging es scheinbar nicht anders. Er erkundigt sich im Evangelium dieses Sonntags (Lk 9, 18–24) nach seinem Image: „Für wen halten mich die Leute?“ Offenbar berichteten die Jünger ihm bisher nicht, was sie so hören, aber jetzt wo er direkt fragt: Angeblich bist du Elija oder sonst ein Prophet. Immerhin.

Auch von dir und von mir reden die Leute dies und das. Meistens hinter dem Rücken und dazu oft nur Falsches. Man sollte sich nicht darum scheren. Was uns aber nicht egal ist, ist die Meinung der Freunde. So fragt Jesus weiter: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“

Diese Frage ist keine Image-Frage mehr. Bei Jesus zumindest nicht. Er fragt eigentlich: Nach wem richtet ihr eure Leben aus? Nach modischen Idolen der Glamourwelt oder glaubt ihr, dass ich der „Christus Gottes“, der Gesalbte des Höchsten bin? Petrus zumindest gab das von sich und wird von Jesus gelobt. Aber kapiert er, was er sagt? Wohl kaum, wenn man sonst seine Kleingläubigkeit sieht. Es ist ihm aber nicht zu verdenken, denn was Jesus sonst verlangt, ist für unsere Alltagslogik schwer verdaulich: „Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Mit Jesus gehen ist also nicht einfach. Dafür aber nachhaltig: Es soll ins ewige Leben führen bzw. zu einem Geliebtsein, das alle Masken obsolet macht.

Schönes, gesegnetes Wochenende!

P. J. Gregur

Ideenfeste

Freitag, 10 Juni 2022

Ideenfeste

Unmittelbar nach Pfingsten feiern wir den Dreifaltigkeitssonntag und am Donnerstag darauf Fronleichnam (= Leib des Herrn). Das sind sogenannte Ideenfeste. Die meisten Feste im Kirchenjahr sind Ereignisfeste: An Weihnachten gedenken wir der Geburt Jesu, an Ostern seiner Auferstehung, an Pfingsten der Herabkunft des Heiligen Geistes; Dreifaltigkeit Gottes ist aber kein Ereignis, sondern eine Wahrheit, eine ‚Idee‘. Deshalb Ideenfest. Fronleichnam ebenso, da feiern wir die Gegenwart Jesu Christi im Sakrament des Altares.

Vielleicht wäre es besser, von Wahrheitsfesten zu sprechen. Idee klingt ja irgendwie harmlos (‚ich hab ‚ne Idee‘), erinnert sogar an Ideologie. Eine Ideologie ist gerade das Gegenteil von Wahrheit, sie ist „falsches Bewusstsein“.

Andererseits: Klingt Wahrheitsfest nicht anmaßend? Was ist Wahrheit, fragte schon Pilatus kritisch beim Prozess Jesu. Auch moderne Geisteswissenschaften sind von einer letzten Wahrheit wenig überzeugt. Der eine sieht es ja so, der andere anders. Jeder soll nach seiner Fasson selig werden.

Dass alle frei sind, zu denken was sie wollen, klingt gut. Aber spätestens, wenn sich daraus in der Praxis Konflikte oder Kriege ergeben, haut das nicht hin. Dann muss eine Wahrheit her, sonst gibt es ein Heil-loses Durcheinander.

Die Religion ist von einer letzten Wahrheit überzeugt.

Was ist nun die Wahrheit von Dreifaltigkeit und von Fronleichnam und wozu sind sie gut? – Dreifaltigkeit sagt, dass Gott nicht in einer einsamen Ferne thront, sondern in sich pulsierende Liebes-Beziehung ist, Vater zum Sohn, Sohn zum Vater, im Heiligen Geist. Diese Liebe ist die Seins-Plattform aller guten Beziehungen auch beim Menschen, dem Geschöpf dieser Liebe. Fronleichnam sagt, dass selbst die Liebe Gottes nicht bei sich bleiben kann. Sie will, zuletzt in der Hingabe des eucharistischen Brotes, unter uns wohnen: Diese Liebe, Jesus Christus, kann von sich sagen: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben" (Joh 14,6), und: Die(se) Wahrheit wird euch freimachen (Joh 8,32). Wovon? Von der Angst, alles sei zufällig, alles gleichgültig und daher sinnlos. - Feste des Kirchenjahres sind wie Bojen im Meer des alltäglichen Einerlei.

Gesegnete Zeit! P. J. Gregur

Ursprung alles Guten

Freitag, 03 Juni 2022

Ursprung alles Guten

Da führt eine Gruppe der KHG über Pfingsten eine Reise nach Kroatien durch. Alles soweit gut, bis Corona dann doch Einiges durcheinanderbringt. Als auch das verarbeitet wird, gibt einer der Kleinbusse unterwegs den Geist auf. Man sitzt in Österreich und überlegt wie weiter. Einer der Gastgeber in Kroatien ist bereit, den Weitertransport mit zu organisieren. Zum Glück ist das nicht nötig, das Auto wird noch rechtzeitig repariert. Aber der Geist der Hilfsbereitschaft über alle Grenzen hinweg macht dankbar und froh.

Es ist Pfingsten in der Kirche. Das Fest des Guten Geistes, der von Gott kommt. Er schwebte am Urbeginn über dem Chaos und ordnete das Universums zum Kosmos. Er durchdringt alles, und was es an Gutem in dieser Welt gibt, ist ein Nachwehen seines Hauches: In jeder Geste der Freundschaft, jedem Lächeln und Verzeihen, in kleiner und großer Zuneigung, überall ist Atem des Geistes Gottes mit drin. Ob man es weiß oder nicht.

Wir Christen wissen es, sollten es wissen. Und stehen dazu, ja wir künden freudig davon. Wenn andere meinen, es sei selbstverständlich, dass es Positives gibt, danken wir. Denn nichts ist selbstverständlich und schon gar nicht das Gute.

Der Heilige Geist teilt sich in vielfältiger Weise den Menschen mit. Am schönsten kommt er in der Liebe vor. Denn er ist Abstrahl der Liebe, die sich aus dem Wesen Gottes in die Schöpfung ergießt. Vor allem in die Gemeinschaft der Christengläubigen, der Gott-Begeisterten. Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche, denn damals passierte es, dass fremde Menschen sich plötzlich als Geschwister erkannten, die Apostel sich wie Betrunkene in die Welt wagten, dass eine Begeisterung einsetzte, die Jahrhunderte durchweht und unendlich viel Gutes gebracht hat.

Wir haben allen Grund, uns zu freuen und uns gesegnete Pfingsten zu wünschen!

P. J. Gregur

Wo Gott wohnt

Donnerstag, 26 Mai 2022

Wo Gott wohnt

Letzten Sonntag hörte ich eine Predigt zum Thema: Wo wohnt Gott? – Frage man die Kinder, sagen sie: im Himmel. Richtig. Frage man die Erwachsenen, sagen sie: in dir, in mir, in uns. Richtig. Frage man wiederum die Kinder, sagen sie: In der Kirche. Richtig. Aber nicht nur im Kirchengebäude, sondern in den Christen, die sich zum Gottesdienst und Gebet versammeln.

Wo wohnt er nun eigentlich? Die Philosophen der Antike meinten Gott wohne in jedem Menschen als logos spermatikos, wie ein Same in der Erde mit dem Potenzial aufzubrechen und zu wachsen. Ähnlich Meister Eckhart im 14. Jh., er sprach vom Seelenfunklein, vom göttlich angelegten Licht in jedem von uns. Andere wiederum, wie Spinoza und die ihm folgten: Gott ist als Geist in allem, was existiert, denn alles ist durch seine Schöpferkraft entstanden. Pantheismus! Auch christliche Denker, wie der Jesuit Teilhard de Chardin sehen, durchaus von der Bibel aus, Christus als Alpha und Omega, als Schöpfungs- und Erhaltungsachse von allem.

An Christi Himmelfahrt schauen die Apostel der Auffahrt Jesu in den Himmel nach. Ein neues geistliches Lied sagt dazu: „Schaut nicht hinauf, der Herr ist hier bei uns, jetzt noch verhüllt, doch bald in Herrlichkeit, wenn ihn alle sehn am Ende dieser Zeit.“ Er selbst hat gesagt: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20). In dieser Gewissheit wissen sich Christen überall in seiner Hand und können mit dem jüdischen Religionsphilosophen M. Buber singen:

„Wo ich gehe – du! Wo ich stehe –du! Nur du, wieder du, immer du! Du, du, du! Ergeht`s mir gut – du! Wenn`s weh mir tut – du! Nur du, wieder du, immer du! Du, du, du! Himmel – du, Erde – du, Oben – du, unten – du, Wohin ich mich wende, an jedem Ende nur du, wieder du, immer du! Du, du, du!“

Einen schönen Sonntag im Nachklang von Christi Himmelfahrt!

P. J. Gregur

Wozu der Leib?

Freitag, 20 Mai 2022

Wozu der Leib?

Es gibt in der KHG Augsburg den Versuch eines neuen Gesprächsformats: „Was glaubst du?“ Es findet zweiwöchentlich am Mittwochabend statt. Die Studierenden tauschen sich über ein möglichst interessantes Thema aus. Letzten Mittwoch ging es um die Frage: Wozu brauchen wir den Körper bzw. den Leib, der so störungsanfällig ist und uns oft nur Probleme macht? Warum sind wir nicht nur Geist? – Ein komplexes Thema.

Zur Sprache kam, dass ohne Leib keine sinnliche Erfahrung möglich wäre; nicht nur, dass man als Geist nicht riechen und schmecken könnte, auch beten ginge dann nicht. Aber was ist mit den reinen Geistern, den Engeln? Beten die nicht? Vielleicht beten sie nicht, aber schauend anbeten. Man fragte sich weiter: Was für einen Leib hat Jesus nach der Auferstehung und welchen werden wir nach dem Tod haben? Einen verklärten, einen Licht-Leib, wie er in den Nahtoderfahrungen vielfach bezeugt wird? Das Phänomen der Nahtod- bzw. außerkörperlichen Erfahrung ließ das grundsätzliche Leib-Geist-Problem aufkommen: Ist unser Gehirn der Sitz des Bewusstseins oder nur sein Transmitter?

Fragen über Fragen. Mir kam zum Schluss der Gedanke, dass Gott uns als leibliche Wesen wollte, damit wir die Hingabe üben. Wie? Als rein geistliche Wesen würden wir vielleicht nicht von unserem stolzen Ich loskommen, das der Liebe zu Gott und dem Nächsten im Weg ist. Die Störanfälligkeit des Körpers macht uns offen und bescheiden, lehrt, von uns loszulassen und Gott als Geber des (ewigen) Lebens wahrzunehmen und anzuerkennen. Das Loslassen des Sterblichen führt uns zur Freiheit der Kinder Gottes. Das ist jeden Tag. Spätestens im Tod, wo er das Leibliche ganz aufgeben muss, lernt der Mensch den ‚Gehorsam‘, mit dem auch Jesus am Kreuz dem Vater die höchste Ehre gegeben hat: Nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.

Einen gesegneten Sonntag!

P. J. Gregur

Passionsspiele versus Liturgie

Freitag, 13 Mai 2022

Passionsspiele versus Liturgie

 „Die Oberammergauer Passionsspiele sind das weltweit bekannteste Passionsspiel. In einer mehrere Stunden dauernden Aufführung stellen die Dorfbewohner Oberammergaus die letzten fünf Tage im Leben Jesu nach. Erstmals wurde das Passionsspiel 1634 als Einlösung eines Gelübdes nach der überstandenen Pest aufgeführt. Seit 1680 gilt ein zehnjährlicher Rhythmus, in der Regel im letzten Jahr eines Jahrzehnts.  Im 21. Jahrhundert musste die für 2020 vorgesehene Aufführung wegen der Coronavirus-Pandemie auf 2022 verschoben werden. “ (Wikipedia)

 Die KHG Augsburg nahm am vergangenen Samstag mit ca. 50 Studierenden daran teil. Es war ein Kulturerlebnis, denn die Spiele sind Weltkulturerbe. Uns ging es aber um das geistliche Nacherleben der Schicksaalstunden Jesu. Ca. 4000 junge Menschen, denen wir uns angeschlossen hatten, gingen den Kreuzweg Jesu in fünfstündiger Vorstellung innerlich gebannt mit.

 Man fragt sich: Worin unterscheidet sich das von der oft so langweilig erlebten Sonntagsmesse, wo es ebenfalls um die existentiellen Stunden Jesu geht? Der psychologische Grund liegt auf der Hand: Die Passionsspiele erlebt man nur einmal, den Gottesdienst aber immer wieder. Aber es gibt den entscheidenden, theologischen Unterschied: Der Gottesdienst ist kein Nachspiel wie in Oberammergau, sondern Nachvollzug seines Auftrags „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Was ist dieses „dies“? Nicht das Nachspielen des Letzten Abendmahls oder des Kreuzwegs. In der Messe wird nicht Golgota nachgeahmt, sondern in Wort und Symbol das gefeiert, was Jesus am Kreuz real vollzogen hat: die liebende Ganzhingabe an den himmlischen Vater. Im Gegensatz zum Theater, wo man mehr oder weniger bequem zuschaut, setzt Liturgiefeier die Bereitschaft voraus, selbst existentiell den Weg Jesu durch den Tod zur Auferstehung mitzugehen, will sagen: sein Ego, um den sich alles dreht, zu ‚opfern‘, von sich loszukommen, um wirklich frei zu werden – für sich und für andere.

P. J. Gregur

 

Maienkönigin

Freitag, 06 Mai 2022

Maienkönigin

Es ist eine inzwischen über 200 Jahre alte Tradition, im Monat Mai besondere Andachten zur Ehren der Muttergottes abzuhalten. Dieser Brauch kommt von Italien des 18. Jahrhunderts her und breitete sich schnell in ganz Europa bzw. in der katholischen Welt aus. Das Besondere dabei sind die Blumenaltäre und der romantisch-innige Volksgesang. Zum Beispiel das Lied „Maria Mainkönigin“.

Maria, Maienkönigin! Dich will der Mai begrüßen, O segne seinen Anbeginn, Und uns zu Deinen Füßen.  Maria! Dir befehlen wir, Was grünt und blüht auf Erden, O laß es eine Himmelszier In Gottes Garten werden.

Es ist in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts entstanden. Der Text ist von Guido Görres, dem Sohn des  berühmten katholischen Schriftstellers Joseph Görres. Nicht nur das einfache Volk erfreute sich an solch triefend süßer Romantik, auch Intellektuelle waren damals bereit, sich nach der staubtrockenen Aufklärung dem religiösen Gefühl hinzugeben. Heinrich Heine dichtete bekanntlich: „Im wunderschönen Monat Mai, Als alle Knospen sprangen, Da ist in meinem Herzen Die Liebe aufgegangen.“ Auch Marienfrömmigkeit speist sich von den ‚Frühlingsgefühlen‘, diesmal der göttlichen Liebe, die jedes Mal wie eine neu erblühende Landschaft empfunden wird. Da kann man nicht umhin, poetisch zu werden; wie im Jahr 1973 der Theologieprofessor Friedrich Dörr (Gotteslob Augsburg, Nr. 866):

1. Im Maien hebt die Schöpfung an zu blühen und zu singen. Die Erde hat sich aufgetan, uns neue Frucht zu bringen. Den Gnadenfrühling voller Pracht hast du, Maria, uns gebracht; Dir soll das Lob erklingen. 3. Du allerschönster Rosenstrauch, der je auf Erden blühte, befruchtet durch des Geistes Hauch, betaut von Gottes Güte: den Heiland, der aus dir entsprang, du nahmst ihn auf mit Lobgesang und liebendem Gemüte. 

Maria nahm IHN auf, um ihn weiterzugeben. Eine Aufgabe von uns allen, nicht nur jene der Hirten, an die wir an diesem 4. Ostersonntag auch denken.

 Schöne Woche!

J. Gregur

Maifeiertag

Freitag, 29 April 2022

Maifeiertag

 „Es reichen sich in Liebe die Hand,

vereinet zum Edelsten Streben,

die Arbeit der Werkstatt und vom Land,

im Kampf um ein besseres Leben.“

So heißt es in einer Strophe der „Parole des Proletariats“ auf der Titelseite des sozialdemokratischen Organs „Volksstimme“ vom 1. Mai 1901. Es war die Zeit, in der die soziale Frage auf den Nägeln brannte. Nicht nur bei den Sozialdemokraten. Auch der „Arbeiterpapst“ Leo XIII nahm sich 1891 der gesellschaftlichen Probleme in seiner Enzyklika Rerum novarum an. Sie gilt als Magna Carta bzw. einer der Grundtexte der Katholische Soziallehre. Was die Gedanken des Papstes allerdings von den Gedanken der Sozialisten unterscheidet, ist der Gottesbezug. In der Tat ist ohne Gott die menschliche Gerechtigkeit kaum wasserdicht. Warum sollte ein Arbeitgeber sich um die ‚Ressource Mensch‘ scheren, wenn er sie kapitalistisch ausbeuten kann und dafür vor niemand verantwortlich ist?

Um das Interesse am arbeitenden Menschen zu bekunden, legte die Kirche auf den ersten Mai, den „Kampftag der Arbeiterklasse“, den Gedenktag des hl. Josef, des Arbeiters. Hat er doch als Handwerker seine Familie ernährt. Leider hat man hierzulande eine Ausnahme erwirkt und feiert an diesem Tag die Patrona Bavariae. Nichts gegen Maria, wohlgemerkt! Aber ihr ist der ganze Monat Mai geweiht und wird, wieder woanders mehr als bei uns, mit schönen Maiandachten begangen.

In der Zeit, da die Schere zwischen Reich und Arm wieder auseinandergeht, wird die Frage der sozialen Gerechtigkeit immer brisanter. Es werden nicht nur die fremden Saisonarbeiter auf den Spargel- und Erdbeerfeldern ausgebeutet. Ein wirklich glaubender Unternehmer tut das allerdings nicht! Nur – wieviel von dem, was Jeus verkündet und für das Zusammensein der Menschen eingefordert hat, ist noch da? „Wird der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden?“, so hat es Jesus selbst befürchtet (Lk 18,8). Jedenfalls haben sich viele unserer Heiligen aus dem Glauben heraus, nicht nur im 19. Jh., sozial engagiert. Und auch heute sind es vielfach Menschen des Glaubens, die unentgeltlich für andere einstehen.

Meint P. Gregur und grüßt euch herzlich zum Einstieg in den „wunderschönen Monat Mai“!

 

We are the champions! – Osteroktav

Freitag, 22 April 2022

We are the champions! – Osteroktav

Während meines Romaufenthaltes vor Jahren hat der Fußballklub Roma die italienische Meisterschaft gewonnen. Der Stadtbus, mit dem man sonst sein Ziel in wenigen Minuten erreichte, brauchte an diesem Sonntag fast eine Stunde. Hupende Autos, aus denen sich die Fans in südlicher Manier die Kehle heiser schrien, verstopften die Straßen: Campioni d’Italia siamo noi! Aber das war nur der Anfang. Eine Woche lang kamen Jung und Alt gegen Abend feiernd auf den Plätzen zusammen. Der krönende Abschluss war acht Tage darauf: Eine Million Menschen drängten sich auf dem Circus Maximus zusammen, um ihren Idolen zuzujubeln. Es wurde augenscheinlich, was mit einer Oktav (acht) gemeint ist: Für einen überragenden Anlass reicht ein Tag der Freude nicht aus.

Fußballfans jubeln auch bei uns aus voller Kehle, ihre Gesänge sind nicht nur aus dem Stadion zu hören. Dabei geht es nur um einen Sieg über den Rivalen aus der Nachbarstadt. Für den Sieg Jesu Christi über den Tod und die entsprechende Osterfreude hat die Liturgie der Kirche ebenfalls eine Woche, die Osteroktav, ja 50 Tage der Osterzeit vorgesehen. Nur: Jubelgesänge hörst du keine, selbst in der Kirche öffnet sich der Mund der Christen nur zögernd zum österlichen Halleluja. Der Grund? Vielleicht der Zweifel des Apostels Thomas, der als zäher Widersacher der Begeisterung in uns allen steckt: „Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht“ (Joh 20,25). Thomas war ursprünglich nicht dabei, so tut es sich jetzt mit dem Glauben schwer.

Das Dabeisein und die Stimmung im Stadion mitzuerleben, wäre wahrscheinlich ein Traum gewesen. Aber auch der Jubel der Römer hinterher hat bei mir Eindruck hinterlassen. Das heißt für die Glaubensweitergabe: Wie die gemeinschaftliche Begeisterung der Fans ein Fußballerlebnis ausmacht, ähnlich bringt der Enthusiasmus der Glaubenscommunity die Osterbotschaft so richtig unter die Leute. Insofern gibt Nietzsches Zarathustra zu denken: „Bessere Lieder müssten sie mir singen, dass ich an ihren Erlöser glauben lerne: erlöster müssten mir seine Jünger aussehen!“ Weil nicht die Lehre, sondern die Feier des Glaubens entscheidend ist, gibt es so etwas wie Osteroktav bzw. die fünfzig (Feier-)Tage bis Pfingsten – bzw. den Sonntag. Jeder Sonntag ist ein kleines Wochen-Ostern. – Wenn Du Dich mit Thomas‘ Zweifel nicht begnügen willst, feiere mit den ‚Fans‘ der Auferstehung Jesu den Sonntagsgottesdienst mit. Tut dem Glauben gut.

Und komm gut ins neue Semester!

P. J. Gregur

[12 3 4 5  >>