Verfolgte Christen

Sieht Europa weg? Dienstag, 11 Mai 2021 - 20:15 Uhr

Verfolgte Christen

Christen sind die am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft der Welt. Besonders dort, wo die strafrechtliche Auslegung der Scharia an Bedeutung gewinnt, haben es Christinnen und Christen besonders schwer. Doch woran liegt das? Es wäre zu einfach zu behaupten, dass alles mit Religion, dem Islam oder alten Traditionen zu tun hat. Um den massiven Exodus der nahöstlichen Christen und anderer Minderheiten zu begreifen, ist es im Westen zwingend erforderlich, das eigene Verhältnis zur Religion zu begreifen, denn Menschen außerhalb des westlichen Kulturkreises betrachten Religion nicht nur aus dem spirituellen Blickwinkel. Die Zugehörigkeit zu einer Konfession spiegelt gleichzeitig ethnische und kulturelle Identität wider, die im Zusammenhang mit anderen religiös geprägten Ethnien, im Werterahmen der jeweiligen Gesellschaft, immer wieder zu Konflikten führt.  

Unser Referent, Simon Jacob, kam 1978 im südöstlichen Teil der Türkei auf die Welt, gehört der altorientalischen Kirche an und immigrierte aufgrund der Konflikte vor Ort 1980 mit seinen Eltern nach Deutschland. Der Buchautor, Nahostexperte und Journalist bereiste mehrfach die Region des Nahen Ostens und war bei der Produktion verschiedenster Formate für z.B. die Öffentlich-Rechtlichen Fernsehsender und renommierte Zeitungen behilflich. In seinem modulbasierten Vortrag geht er auf die Wahrnehmung gegenüber nahöstlichen Christen in Europa wie auch dem Nahen Osten ein, untermalt durch audiovisuelle Darstellungen, die Geopolitik, gesellschaftliche und historische Entwicklungen durchleuchten. Im zweiten Teil werden Fragen des Publikums erörtert.

Zuvor feiern wir gemeinsam Gottesdienst in der Kirche "Zum Guten Hirten" (Salomon-Idler-Str. 12).

Zugang zur Online-Veranstaltung: https://tinyurl.com/khg-christenverfolgung

Di, 11.05. | 20.15 Uhr | Zoom