Die Himmelsleiter

Samstag, 11 Juli 2020

Die Himmelsleiter

Die Himmelsleiter ist ein Motiv das Maler und Betrachter seid Jahrhunderten in ihren Bann zieht. Vermutlich da die Leiter eine direkte Verbindung von Himmel und Erde – Gott und Mensch – darstellt. Die Bilder und Vorstellungen geben teilweise einen Einblick in die Beziehung eines Einzelnen zu Gott.

 

 

Hintergrund ist die Bibelstelle im Buch Genesis (Gen 28,10-22) als sich Jakob in Bet-El aufhält:

Jakob zog aus Beerscheba weg und ging nach Haran. Er kam an einen bestimmten Ort und übernachtete dort, denn die Sonne war untergegangen. Er nahm einen von den Steinen dieses Ortes, legte ihn unter seinen Kopf und schlief dort ein.

Da hatte er einen Traum: Siehe, eine Treppe stand auf der Erde, ihre Spitze reichte bis zum Himmel. Und siehe: Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder. Und siehe, der HERR stand vor ihm und sprach: Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. Deine Nachkommen werden zahlreich sein wie der Staub auf der Erde. Du wirst dich nach Westen und Osten, nach Norden und Süden ausbreiten und durch dich und deine Nachkommen werden alle Sippen der Erde Segen erlangen. Siehe, ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst, und bringe dich zurück in dieses Land. Denn ich verlasse dich nicht, bis ich vollbringe, was ich dir versprochen habe.

Jakob erwachte aus seinem Schlaf und sagte: Wirklich, der HERR ist an diesem Ort und ich wusste es nicht. Er fürchtete sich und sagte: Wie Ehrfurcht gebietend ist doch dieser Ort! Er ist nichts anderes als das Haus Gottes und das Tor des Himmels. Jakob stand früh am Morgen auf, nahm den Stein, den er unter seinen Kopf gelegt hatte, stellte ihn als Steinmal auf und goss Öl darauf. Dann gab er dem Ort den Namen Bet-El - Haus Gottes - . Früher hieß die Stadt Lus. Jakob machte das Gelübde: Wenn Gott mit mir ist und mich auf diesem Weg, den ich gehe, behütet, wenn er mir Brot zum Essen und Kleider zum Anziehen gibt, wenn ich wohlbehalten heimkehre in das Haus meines Vaters, dann wird der HERR für mich Gott sein und dieser Stein, den ich als Steinmal aufgestellt habe, soll ein Gotteshaus werden. Von allem, was du mir gibst, will ich dir gewiss den zehnten Teil geben.


Wie ist unsere Leiter, unsere Beziehung zu Gott? Wackelt sie oder fehlt die nächste Stufe?

Was ist für dich ein wichtiger Ort geworden? Wo steht dein Haus Gottes?

Wir wünschen dir, dass du immer wieder weiter steigen kannst auf deiner Lebens-, ja deiner Himmelsleiter.


Michael Rösch und Heidi Esch